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21.
Mai
2012
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Das 1. Buch der Könige
Das 1. Buch der Könige (abgekürzt 1 Kön) ist ein Buch des (jüdischen) Tanach und des (christlichen) Alten Testamentes. Ursprünglich, in der wechselvollen Geschichte seiner Entstehung mit seinen mehrfachen Überarbeitungen, bilden das 1. und das 2. Buch der Könige eine Einheit, also nur ein biblisches Buch.
Das Buch erzählt die Geschichte vom betagten König David und seinem Sohn Salomo, der ihm auf den Thron Israels folgt, als weiser Richter
[Das Urteil des Königs Salomo]
Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König. Die eine sagte: "Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren. Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort.
Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite. Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte."
Da rief die andere Frau: "Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot." Doch die erste entgegnete:"Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt." Man brachte es vor den König. So stritten sie vor dem König.
Da begann der König: "Diese sagt: 'Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!' und jene sagt: 'Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.'" Und der König fuhr fort: "Holt mir ein Schwert!" Nun entschied er: "Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!"
Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König - es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: "Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind, und tötet es nicht!" Doch die andere rief: "Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!" Da befahl der König: "Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter."
Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach. 1. Könige 3, 16-28 fällt, dem Reich Wohlergehen und eine lange, 40-jährige Friedenszeit beschert und für Israel den ersten Tempel auf dem Berg Moria in Jerusalem bauen lässt. Nach dem Tode Salomos zerfällt das seit David bestehende Reich in ein Nordreich (Israel) und ein Südreich (Juda). Könige kommen und gehen, die Propheten Elija und Elischa treten auf. Das erste Buch der Könige endet - etwas abrupt - damit, dass Ahasja, der Sohn Ahabs, König über Israel wird und wie schon sein Vater dem Gott Baal und nicht JHWH dient.
Einordnung des Buches in den biblischen Kanon
Der hebräische Tanach zählt die Bücher der Könige zu den Prophetenbüchern (Nebiim), während es im christlichen Kanon des Alten Testaments in die Bücher der Geschichte eingeordnet wird. Der Tanach unterscheidet die "vorderen" und die "hinteren" Propheten. Zu den vorderen Propheten zählt er die Bücher Josua, Richter, Samuel und Könige, die hinteren Propheten bilden die Bücher Jesaja, Jeremia und Ezechiel sowie die Propheten des Dodekaprophetons.
Inhaltliche Zusammenfassung
Die Bücher der Könige beginnen im ersten Teil mit dem betagten König David, dessen Sohn Salomo ihm auf dem Thron folgt. Nach Salomos Tod erzählt der zweite Hauptteil die Geschichte der getrennten Reiche. Im dritten Teil wird die Geschichte der Könige Juda (Südreich mit Jerusalem) behandelt, die mit der Begnadigung Jojachins endet.
Kapitel 1
Adonija der Sohn von König Davids Frau Haggit war stolz und überheblich geworden, und er beschloss: "Ich werde der nächste König sein - ich und kein anderer!" Er beschaffte sich einen Wagen mit Pferden und eine fünfzig Mann starke Leibwache. Es gelang ihm, Joab, den Sohn von Davids Schwester Zeruja, und den Priester Abjatar für seine Pläne zu gewinnen, und die beiden unterstützten ihn. (1. Könige 1, 5-7)
Priester Zadok, Benaja, und der Prophet Nathan, so wie seine Soldaten schlossen sich ihm nicht an. Später ging Natan zu Batseba, der Mutter Salomos und beide berichtenden König David vom Verrat des Adonija.
David löste daraufhin sein Versprechen Batseba und Gott gegenüber ein und lies Salomo zum König salben. (1. Könige 1, 34) Daraufhin bekam es Adonija mit der Angst und gab seine Verschwörung auf.
Kapitel 2
David, als er alt ist und spürte das er bald sterben würde rief er seinen Sohn Salomo, den er zu seinem Nachfolger bestimmt hat zu sich und sagte ihn, das er die Gesetze Mose halten, mit Weisheit regieren und auf Gottes Wort hören solle. David bittet Salomo danach noch um die Hinrichtung seiner Feinde, die sich gegen ihn und Salomo verschworen hatten.
Joab, der Sohn seiner Schwester Zeruja hatte die beiden israelitischen Heerführer Abner, den Sohn Ners, und Amasa, den Sohn Jeters, mitten im Frieden kaltblütig ermordet. (1. Könige 2, 5-6) Schimi, der Sohn Geras, aus Bahurim im Stammesgebiet von Benjamin hatte David mit schrecklichen Flüchen beschimpft als er nach Mahanajim fliehen musste. Deswegen soll auch er sterben. (1. Könige 2, 8-9) Auch Adonija lässt Salomo für seien Verrat hinrichten. Den Priester Abjatar lässt er aus Gnade nicht hinrichten, entzog ihm aber das Priesteramt.
Kapitel 3
Salomo brachte Gott in Gibeon, das war die bedeutendste Opferstätte im ganzen Land ein Brandopfer von tausend Tieren. Als er im Heiligtum übernachtete, erschien ihm der Herr im Traum und sagte zu ihm: "Wünsche dir, was du willst; ich will es dir geben!" Da bat Salomo um Weisheit, und darum, dass er ein gehorsames Herz bekäme um weise und gerecht regieren zu können. JHWH gefiel diese Bitte, denn Salomo bat Gott nicht um ein langes Leben, um Reichtum oder den Tod seiner Feinde. Deswegen erfüllte Gott diese Bitte. (1. Könige 3, 9-12) Außerdem schenkte Gott ihm noch Reichtum und ein hohes Ansehen.
Später fällte er durch seine von Gotte gegebene Weisheit ein erstes
[Das Urteil des Königs Salomo]
Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König. Die eine sagte: "Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren. Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort.
Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite. Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte."
Da rief die andere Frau: "Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot." Doch die erste entgegnete:"Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt." Man brachte es vor den König. So stritten sie vor dem König.
Da begann der König: "Diese sagt: 'Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!' und jene sagt: 'Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.'" Und der König fuhr fort: "Holt mir ein Schwert!" Nun entschied er: "Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!"
Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König - es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: "Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind, und tötet es nicht!" Doch die andere rief: "Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!" Da befahl der König: "Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter."
Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach. 1. Könige 3, 16-28
Kapitel 4
Das vierte Kapitel berichtet über die Größe des salomonischen Königreiches. Die Ausdehnung der Herrschaft: vom Euphrat bis zur Grenze Ägyptens, Herrschaft über Libanon, Syrien, Jordanien und die Beamten König Salomos.
Kapitel 5
Gott schenkte Salomo große Weisheit und Einsicht und ein Wissen, so unermesslich wie der Sand am Meeresstrand. (1. Könige 5, 9) Salomo übertraf darin sogar die Weisen Arabiens und Ägyptens. Er verfasste 3000 Weisheitssprüche und 1005 Lieder. Aus allen Völkern kamen Leute, um Salomo zu hören, wenn er seine Weisheitsworte vortrug; alle Könige der Erde, zu denen der Ruf seiner Weisheit gedrungen war, schickten Gesandte zu ihm.
Später schließt Salomo mit Hiram einen Vertrag über die Lieferung von Bauholz für den Tempel des Herrn, des Gottes Israels. Im Austausch dafür erhielt der König von Salomo viele Tonnen Lebensmittel und Olivenöl. König Salomo ließ in ganz Israel 30000 Leute zum Frondienst ausheben um den Tempel Gottes zu erbauen. Die Bauleute Salomos und Hirams sowie Männer aus der Stadt Byblos bearbeiteten die Steinblöcke und Stämme, wie sie für den Bau des Tempels gebraucht wurden. (1. Könige 5, 32)
Kapitel 6-7
Detaillierte Beschreibung des salomonischen Tempels und seiner Bauausführung und Ausstattung; Auch eine zusammenfassende Liste der Geräte für den Tempel findet sich in Kapitel 7. Im hinteren Teil des Baues ließ Salomo die Wohnung des Herrn herrichten. Hier sollte die Bundeslade ihren Platz finden.
Kapitel 8
Salomo rief alle Ältesten von Israel und alle Stammes- und Sippenoberhäupter zu sich nach Jerusalem. Sie sollten dabei sein, wenn die Bundeslade des Herrn aus der "Stadt Davids", dem Stadtteil Jerusalems auf dem Berg Zion, zum Tempel gebracht wurde.
Auch alle Männer Israels kamen deshalb am Laubhüttenfest im siebten Monat, dem Monat Etanim, zu König Salomo. Dann brachten die Priester die Lade des Herrn an den vorgesehenen Platz im hintersten Raum des Tempels, dem Allerheiligsten.
Danach betete König Salomo zu Gott den Herrn und segnet das Volk Israel (1. Könige 8, 14) und er berichtete, wie Gott seinem Vater König David das Versprächen gab das sein Sohn den Tempel bauen durfte. Dann ermahnte Salomo noch die Menschen im Gehorsam in Gottes Geboten zu leben. Und sie feierten zur Einweihung des Tempels ein Fest, welches sieben Tage andauerte.
Kapitel 9
Als Salomo den Tempel des Herrn und den Königspalast vollendet und alle seine Ziele erreicht hatte, da erschien ihm JHWH, der Gott Israels erneut, wie schon in Gibeon. Gott sprach mit Salomo und sagte ihm, dass er seine Gebete gehört und den Tempel gesehen hat. Gott ermahnte Salomo - und das Volk Israel - die Gebote zu halten, wie König David. Er warnte Salomo aber auch davor diese nicht zu halten, dann würde er ihn und die Israeliten aus dem Land vertreiben. (1. Könige 9, 4-7)
Nachdem der Bau des Tempels und des Palastes von König Salomo beendet war, waren zwanzig Jahre vergangen und Salomo baute seine Handelsbeziehungen mit König Hiram weiter aus, indem er ihm zwanzig Städte im Austausch für das Gold und die Bäume übergab. Außerdem lies Salomo weitere Baumaßnamen durch Fronarbeiter ausführen.
Am Roten Meer, im Gebiet von Edom, ließ König Salomo eine Flotte bauen. König Hiram stellte Salomo Seeleute zur Verfügung, die dessen Männer auf der Fahrt begleiteten.
Kapitel 10
Die Königin von Saba besuchte Salomo, da sie von seiner Weisheit gehört hatte. Salomo konnte ihr alle Fragen, die sie ihm stelle beantworten und so war sie von seiner Weisheit über zeugt. Auch der Palast und Temper beeindruckten sie sehr. Sie pries den Gott Israels, der Salomo die Herrschaft über Israel gegeben hat. Dann schenkte sie Salomo über vier Tonnen Gold, eine Menge wohlriechender Öle und kostbarer Edelsteine. König Salomo erfüllte der Königin von Saba jede Bitte und beschenkte sie noch reich darüber hinaus. Danach reiste sie mit ihrem Gefolge in ihre Heimat zurück.
Salomo wurde durch seine Handelsschiffe sehr reich und mächtig, er besaß viele Tonnen Gold, Edelhölzer und kostbare Edelsteine. Daraus ließ er Waffen bauen, kaufte Streitwagen und Pferde. Auch wurde er von Besuchern reich beschenkt. (1. Könige 10)
Kapitel 11
Obwohl Gott verboten hatte sich mit ausländischen Frauen zu vermählen, sie sollten nicht untereinander heiraten, weil die Israeliten von ihren ausländischen Ehepartnern zum Götzendienst verführt werden könnten heiratete Salomo viele ausländische Frauen. (1. Könige 11, 2) Er hatte 700 Frauen, die aus fürstlichen Häusern kamen, und 300 Nebenfrauen und so ließ er sich von ihnen immer mehr beeinflussen. Der Herr, sein Gott, war ihm nicht mehr wichtiger als alles andere in seinem Leben, wie es noch bei seinem Vater David gewesen war.
So tat er, was Gott verabscheute. Er diente nicht mehr dem Herrn allein wie sein Vater David. Auf einem Hügel östlich von Jerusalem baute er ein Heiligtum für Kemosch, den widerlichen Götzen der Moabiter, und ein anderes für Moloch, den schrecklichen Götzen der Ammoniter. (1. Könige 11, 6-7) Daraufhin sagte Gott zu Salomo das er ihm die Macht entreißen und sie einem seiner Beamten übergeben würde. Nur weil David Gott treu gedient hatte wollte er es nicht zu Salomos Lebzeiten machen. Salomo regierte vierzig Jahre in Jerusalem als König über ganz Israel. Als er starb, wurde er dort in der "Stadt Davids" begraben. Sein Sohn Rehabeam wurde sein Nachfolger.
Kapitel 12
Als Rehabeam König geworden war sollte sich erfülle, was Gott gesagt hatte "Ich werde ihn jedoch nicht ganz entmachten: Einen der zwölf Stämme darf dein Sohn noch regieren, weil ich es meinem Knecht David versprochen habe und weil Jerusalem die Stadt ist, die ich erwählt habe." (1. Könige 11, 13) So wurde Rehabeam nur König von Juda. Und Israel wird in zwei Teile - das Nord- und das Südreich - geteilt.
Jerobeam wurde aber König vom Nordreich Israel, er ließ die Stadt Sichem im Gebirge Ephraim ausbauen und machte sie zu seiner Hauptstadt. Später baute er die Stadt Pnuël aus und verlegte seine Residenz dorthin. (1. Könige 12, 25) Immer mehr aber fürchtete er, Israel könne sich am Ende doch wieder König Rehabeam zuwenden, weil er ein Nachkomme Davids war.
Jerobeam überlegte sich, was er dagegen tun könnte. Darum ließ er zwei goldene Kälber herstellen. Dem Volk erklärte er: Ihr braucht nicht länger zum Tempel in Jerusalem zu gehen. Hier ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten hierher geführt hat! Damit verleitete er das Volk zur Sünde. In einer großen Prozession zogen die Männer Israels vor dem zweiten Standbild her bis nach Dan. (1. Könige, 28-30)
Kapitel 13
Ein Prophet aus Juda wurde von Gott nach Bet-El geschickt um Jerobeam Gottes Strafe anzukündigen. Doch er lässt sich von einem anderen alten Propheten, der ihn belügt verführen. Gott bestraft ihn dafür, indem er ihn durch einen Löwen töten lässt. Er wird dann in Bet-El im Grab des alten Propheten begraben. (1. Könige 13, 29) Jerobeam ließ sich durch diese Vorfälle nicht von seinem falschen Weg abbringen. Die Schuld, die er damit auf sich lud, führte zur Vernichtung seiner Familie und zum Untergang seines Königshauses. (1. Könige 13, 34)
Kapitel 14
Der Prophet Ahija kündigt Jerobeam den Tod seines Sohnes an, er spricht zu seiner Frau und sagt ihr, das Gott das Haus Jerobeam ob alt oder jung vernichten wird, da er nicht auf Gott gehorcht hat. (1. Könige 14, 7-10) Israel wird sein Sohn Abija nachdem er gestorben ist noch betrauern und zu Grabe tragen, aber dann wird Unheil über sie kommen. (1. Könige 14, 18)
In Juda regierte Salomos Sohn Rehabeam. Er herrschte siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt, die der Herr aus allen Stämmen Israels erwählt hat, um dort angebetet zu werden. Doch auch die Menschen in Juda taten, was der Herr verabscheute. Mit ihrem Götzendienst forderten sie seinen Zorn heraus. Sie trieben es schlimmer als jede Generation vor ihnen. Denn wie die Bewohner Israels bauten auch sie ihren Götzen Heiligtümer anstatt Gott zu gehorchen und ihn zu dienen. In den Tempeln gab es sogar geweihte Männer, die dort der Prostitution nachgingen. Sie übernahmen alle abscheulichen Bräuche der Völker, die der Herr für sein Volk Israel aus dem Land vertrieben hatte. (1. Könige 14, 22-24)
Während seiner ganzen Regierungszeit herrschte Krieg zwischen ihm und Jerobeam. Als er starb, wurde er in der Grabstätte seiner Vorfahren in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Abija wurde sein Nachfolger.
Kapitel 15
Abija beging die gleichen Sünden wie sein Vater. Er war dem Herrn, seinem Gott, nicht von ganzem Herzen treu wie sein Vorfahre David. Allein wegen Davids Treue ließ Gott Abija nicht fallen, sondern schenkte ihm einen Sohn, der sein Thronfolger werden sollte und beschützte die Stadt Jerusalem vor feindlichen Angriffen. Denn der Herr hatte noch nicht vergessen, dass David sich immer an seine Gebote gehalten hatte. Außer seinem Verbrechen an dem Hetiter Uria hatte er sein Leben lang getan, was dem Herrn gefiel. (1. Könige 15, 3-5) Als er starb, wurde er in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Asa wurde sein Nachfolger.
Wie sein Vorfahre David tat auch Asa, was dem Herrn gefiel. Er jagte alle aus dem Land, die bei den Heiligtümern der Prostitution nachgingen, und vernichtete die widerlichen Götterfiguren, die sein Vater und sein Großvater angefertigt hatten. (1. Könige 15, 11-12) Alle goldenen und silbernen Gegenstände, die sein Vater dem Herrn geweiht hatte, brachte er in den Tempel, zusammen mit den Geschenken, die er selbst dem Herrn weihte. Er führte Krieg mit König Bascha von Israel. Als er starb, wurde er in der Grabstätte seiner Vorfahren in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Joschafat wurde sein Nachfolger.
Im zweiten Regierungsjahr von Asa, dem König von Juda, wurde Nadab, der Sohn Jerobeams, König von Israel. Er regierte zwei Jahre lang. Er tat, was dem Herrn missfällt und folgte dem schlechten Beispiel seines Vaters, der die Leute im Reich Israel zum Götzendienst verführt hatte. Bascha, der Sohn von Ahija tötete Nadab und wurde an seiner Stelle König von Israel. Als Bascha den Thron bestiegen hatte, rottete er die ganze Familie Jerobeams aus; niemand von dessen Nachkommen ließ er am Leben. So traf ein, was der Herr durch seinen Diener Ahija von Schilo angekündigt hatte. (1. Könige 14, 7-10) Es war die Strafe dafür, dass Jerobeam sich gegen den Herrn, den Gott Israels, vergangen und die Leute von Israel zum Götzendienst verführt hatte. (1. Könige 15, 29-30) Bascha regierte 24 Jahre lang.
Kapitel 16
Gott schickt den Propheten Jehu zu König Bascha und lässt ihm ein Strafgericht, wie zu vor schon bei König Jerobeam ankündigen, weil auch er Gott nicht gehorcht. Auch seine Familie soll, wie zuvor schon Jerobeam Familie ausgerottet werden. (1. Könige 16, 1-3) Als er starb, wurde er in Tirza begraben. Sein Sohn Ela wurde sein Nachfolger.
Als Ela zwei Jahre regiert hatte zettelte Simri, einer seiner Untergebenen eine Verschwörung gegen ihn an. Er erschlug ihn und ließ sich zum König ausrufen. Kaum hatte Simri seine Herrschaft gefestigt, brachte er alle männlichen Nachkommen Baschas um. So traf ein, was der Herr durch den Propheten Jehu schon Bascha vorausgesagt hatte. (1. Könige 16, 12-13) Simri war aber nur eine Woche lang König. Als die Soldaten erfuhren, dass Simri König war riefen sie ihren Heerführer Omri zum neuen König aus. Dann belagerten sie Tirza, als Simri erkannte das alles verloren war nahm er sich das Leben.
Nach dem Tod Simris gab es eine Spaltung im Volk: Der eine Teil wollte Tibni, zum König machen. Der andere Teil stand hinter Omri. Die Anhänger Omris waren den Anhängern Tibnis aber überlegen, und als Tibni starb, wurde Omri König über das ganze Volk. Auch Omri tat, was der Herr verabscheute; er trieb es schlimmer als alle seine Vorgänger. Als Omri starb, wurde er in Samaria begraben. Sein Sohn Ahab wurde sein Nachfolger.
Ahab, der Sohn Omris regierte zweiundzwanzig Jahre in Samaria. Auch Ahab tat, was der Herr verabscheute, noch schlimmer als alle seine Vorgänger. Nicht genug, dass er wie Jerobeam, am Götzendienst festhielt; er ging noch weiter und heiratete Isebel, die Tochter König Etbaals von Sidon. Er verehrte ihren Götzen Baal und betete ihn an.
Kapitel 17
Der Prophet Elia wird von Gott zu König Ahab mit der Botschaft gesandt, dass es viele Jahre nicht regen würde. Danach befahl Gott Elia zu fliehe. Es sollte über den Jordan gehen zum Bach Krit. Gott sagte: "Ich habe den Raben befohlen, dich dort mit Nahrung zu versorgen, und trinken kannst du aus dem Bach." (1. Könige 17, 4) Als der Bach nach einiger Zeit ausgetrocknet war, da es lange nicht geregnet hatte schickte Gott Elia zu einer Witwe. Gott schenkte ihr, da sie Elia bei sich aufnahm genug zum Leben, bis es wieder regnete. (1. Könige 17, 14) Eines Tages wurde der Sohn der Witwe schwer krank und starb, als Elia zum Herren betete wurde dieser wieder lebendig. Da glaubte die Witwe das Elia ein Bote Gottes ist. (1. Könige 17, 24)
Kapitel 18
Nach mehr als zwei Jahren kehrte Elia auf den Befehl Gottes wieder zurück, denn Gott wollte es wieder regnen lassen. Da es so lange nicht geregnet hatte war es zu einer Hungersnot gekommen und die Menschen litten sehr darunter. König Ahab und seinen Palastverwalter Obadja suchten im ganzen Land nach Gras, damit sie ihre Pferde und Maultiere versorgen konnten und diese nicht töten mussten. (1. Könige 18, 5)
Unterwegs traf Obadja Elia, der ihm sagte es solle König Ahab Bescheid geben das er wieder im Land ist. Diese hatte aber Angst vor König Ahab das er ihn töten würde, wenn er ihm sagte das Elia wieder da ist. Denn er hatte nach Elia suchen lassen und keiner konnte ihn finden. Da sagte Elia zu ihm, dass er selber zum König gehen wollte und er ihn nicht töten würde. (1. Könige 18, 10-15)
König Ahab beschuldigte Elia Israel ins Verderben gestürzt zu haben. Doch der erwiderte, das er es nicht war, sondern der König selbst, weil er nicht auf Gott gehört hat. Elia sagte dem König er solle alle Propheten Baals und das Volk zu ihm schicken. Da befahl Ahab den Israeliten und allen Propheten, auf den Karmel zu kommen. (1. Könige 18, 20)
Als alle versammelt waren sagte Elia dem Volk, dass sie nicht zwei Göttern dienen können, entweder sie dienen JHWH, den wahren Gott oder Baal. Durch ein Brandopfer welches sie nicht anzünden sollten sollte sich der wahre Gott zeigen. (1. Könige 18, 23-25)
Am Abend als die Propheten Baals kein Zeichen ihres Gottes erhielten forderte Elia das Volk auf zu ihm zu kommen. Dann baute er einen Altar wieder auf und bereitete sein Opfer. Da ließ der Herr Feuer vom Himmel fallen. Es verzehrte nicht nur das Opferfleisch und das Holz, sondern auch die Steine des Altars und den Erdboden darunter. Sogar das Wasser im Graben leckten die Flammen auf. Als die Israeliten das sahen, warfen sie sich zu Boden und riefen: "Der Herr allein ist Gott! Der Herr allein ist Gott!" (1. Könige 18, 38-39) Bald danach ließ Gott es wieder regnen.
Kapitel 19
König Ahab berichtet seiner Frau Isebel was der Prophet Elia getan hatte. Besonders das er die Propheten des Baal mit dem Schwert töten ließ. Da wollte sie Rache und Elia töten, dieser konnte aber fliehen.
Er floh in die Wüste wo er sterben wollte. Nachdem ein Engel ihm neue Kraft gegeben hatte kam er nach 40 Tagen und Nächten zum Berg Gottes, dem Horeb. Hier sprach er mit Gott der ihn einem neuen Auftrag gab. Er sollte nach Damaskus gehen und Hasaël zum König von Syrien salben, danach sollte er Jehu zum König von Israel salben und Elisa als seinen Nachfolger als Prophet. (1. Könige 19, 15-16) Gotte wollte so, alle die vor Baal auf die Knie gefallen sind, bis auf 7000 Menschen in Israel die das nicht gemacht haben töten lassen. (1. Könige 19, 18)
Elia tat was Gott ihm sagte, ging nach Israel und als Elisa seinen Eltern ein Abschiedsessen zubereitet hatte ging er mit Elia als sein Diener.
Kapitel 20
König Ben-Hadad von Syrien belagert Samaria und erklärte Israel den Krieg. Er fordert von König Ahab von Israel alles Gold, Silber, alle Frauen und seine Söhne. König Ahab will sich ihm unterwerfen, aber als er ausgerichtet bekommt, das Ben-Hadad die Stadt plündern lassen will ist es ihm zu viel. Er bespricht sich mit seinen Beratern und diese sagen zu ihm dass er sich das nicht gefallen lassen muss. (1. Könige 20, 7-8) König Ahab schickte den Boten König Ben-Hadads mit der Antwort zurück, das er dies nicht zulassen würde. Daraufhin befahl er sie anzugreifen.
Unterdessen war ein Prophet zu König Ahab von Israel gekommen und richtete ihm eine Botschaft vom Herrn aus. Er sagte ihm wer kämpfen soll und das König Ahab sie anführen soll. So soll König Ahab erkennen das Gott der Gott Israels ist. (1. Könige 20, 13) So besiegten sie ihre Gegner. Nur König Ben-Hadad konnte mit einigen Wagenkämpfern fliehen.
Wieder kam ein Prophet zu König Ahab und warnte ihn dass die Syrer ihn im Frühling erneut angreifen wollten. (1. Könige 20, 22) König Ben-Hadads Berater waren der Meinung dass die Israeliten nur gewonnen haben weil die Götter Israels Berggötter seien. (1. Könige 20, 23) Erneut kam der Prophet zu König Ahab und teilte ihm mit: "So spricht der Herr: 'Weil die Syrer behauptet haben, ich, der Herr, sei ein Berggott, der im Flachland nichts ausrichten kann, darum gebe ich ihr riesiges Heer in deine Hand. Daran werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.'" (1. Könige 20, 28) So besiegten die Israeliten das riesige Heer. Auch diesmal konnte König Ben-Hadad fliehen.
Weil es für König Ben-Hadad kein Ausweg mehr gab schlugen seine Ratgeber ihm vor sich König Ahab zu ergeben. Dies taten sie und König Ahab begnadigte sie, sie schlossen einen Vertrag mit einander und König Ahab ließ König Ben-Hadad frei.
Ein Prophet tadelt König Ahab im Auftrag Gottes sagt er ihm das Gott beschlossen hatte das König Ben-Hadad sterben müsse, weil er ihn aber laufen lassen hat müsse er nun sterben und über das Volk Israel wird Leid kommen.
Kapitel 21
König Ahab wollte eines Tages von einem Mann namens Nabot den Weinberg kaufen, der in der Nähe seines Palastes in Jesreel lag. Doch Nabot wollte ihm den Weinberg nicht verkaufen weil er ihn schon von seinen Vorfahren geerbt hatte. Verärgert ging der König nach Hause. Er wollte weder essen noch trinken. Das bemerkte seine Frau Isebel. Sie sagte ihm, dass er seinen Weinberg bekommen würde, er soll nur alles ihr überlassen. (1. Könige 21, 5-7) Daraufhin schrieb sie ein paar Briefe an die Obersten der Stadt und forderte sie im Namen des König auf einen Tag der Buße auszurufen. Nabot sollten sie einen Platz vorn zuweisen. Falsche Zeugen sollten dann behaupten dass er Gott und den König gelästert hätte. Deswegen führte man ihn vor die Stadt und steinigte ihn. Kaum das er tot war und König Ahab davon erfahren hatte nahm er sich den Weinberg. (1. Könige 21, 16)
Der Prophet Elia bekam von Gott den Auftrag König Ahab zu sagen, dass es reicht mit seinen Ungerechtigkeiten, er will ihn und seine ganze Familie ausrotten, niemand soll sich an seinen Namen erinnern. (1. Könige 21, 21) Als König Ahab das harte Urteil hörte bereute er und hüllte sich in Sacktuch, fastete und ging bedrückt umher. Da sprach Gott zu Elia das er sein Urteil nicht zu König Ahab Lebzeiten über seine Familie hereinbrechen lassen wolle, sondern erst, wenn sein Sohn König ist. (1. Könige 21, 29)
Kapitel 22
Nachdem der Krieg gegen Syrien drei Jahre vorbei war bekam König Ahab Besuch von Joschafa König von Juda. Sie besprachen ob sie sich für König Ahab eine Stadt namens Ramot im Gebiet von Gilead von den Syrien zurück erobern sollten. Das hatte König Ahab mit seinen Beratern besprochen. König Joschafa war einverstanden, wollte aber erst den Gott Israels durch Propheten befragen. Alle vierhundert Propheten des König Ahab sagten das Gott ihnen zum Sieg verhelfen würde. Doch sie glaubten es nicht und wollten einen wahrhaften Propheten Gottes hören. König Ahab hasste ihn aber, weil er ihm nicht das sagte was erhören wollte, sondern auch schlechte Nachrichten sagte. (1. Könige 22, 4-8) Alle vierhundert Propheten sagten König Ahab immer nur gutes, doch Micha der wahre Prophet Gottes sagte das ein Lügengeist die Propheten des Königs Irre führte. Darauf ließ der König den Propheten Micha ins Gefängnis werfen.
König Ahab von Israel und König Joschafat von Juda zogen gemeinsam in den Kampf gegen die Stadt Ramot in Gilead. König Ahab wollte sich als einfacher Soldat verkleiden und König sollte in seiner eigenen königlichen Rüstung kämpfen. Die syrischen Solldaten sollten nur den König von Israel angreifen. Doch sie verwechselten diesen mit König Joschafat von Juda. Dann schoss einer einen Pfeil ab und verletzte den König Ahab schwer. Wegen der schweren Kämpfe konnte König Ahab nicht in das Lager Zurückkeren und starb deswegen am Abend. Bei Sonnenuntergang ertönte der Ruf durch das Lager der Israeliten: "Geht alle nach Hause!" So traf ein, was der Herr, der Gott Israels vorher gesagt hatte. (1. Könige 22, 36-38) Nach seinem Tod wurde sein Sohn Ahasja zum Nachfolger bestimmt.
Joschafat, der Sohn Asas, wurde König von Juda und regierte fünfundzwanzig Jahre in Jerusalem. Er folgte in allem dem Beispiel seines Vaters Asa und tat wie er, was dem Herrn gefiel, nur die Höhenheiligtümer ließ auch er nicht abschaffen. Joschafat ließ einige große Handelsschiffe bauen, die Gold aus Ofir holen sollten. Doch die ganze Flotte erlitt schon kurz nach ihrem Auslaufen aus dem Heimathafen Ezjon-Geber Schiffbruch. König Ahasja von Israel, der Sohn Ahabs, hatte Joschafat gefragt, ob nicht einige seiner Kaufleute mit nach Ofir reisen könnten. Doch Joschafat hatte abgelehnt.
Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König von Israel Er tat, was der Herr verabscheute, und folgte dem schlechten Vorbild seines Vaters und seiner Mutter. Wie Jerobeam, verführte er die Israeliten zum Götzendienst. Er verehrte den Götzen Baal und betete ihn an. Dadurch forderte er den Zorn Gottes heraus, so wie sein Vater schon vorher.
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