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Montag,  21. Mai 2012

 



Abraham

ist als Stammvater Israels eine zentrale Figur des Tanachs bzw. des Alten Testaments. Abrahams Geschichte wird im biblischen Buch Genesis erzählt. Danach gehört er zusammen mit seinem Sohn Isaak und seinem Enkel Jakob zu den Erzvätern, aus denen laut biblischer Überlieferung die Zwölf Stämme des Volkes Israel hervorgingen.

In der Tora wird im 1. Buch Mose die Geschichte Abrahams geschildert.

Abraham heißt ursprünglich Abram, hebräisch Avram, deutsch: "der Vater ist erhaben". Der Gott Israels ändert den Namen zu Abraham, was "Vater der Vielen" heißt.

Sein Vater Terach zieht aus der Stadt Ur in Chaldäa - dem Süden des heutigen Irak - nach Harran - in der heutigen Türkei, um dort zu wohnen. Er nimmt seinen Sohn Abram und seinen Enkel Lot - dessen Vater Haran bereits verstorben ist - sowie Sarai, die Frau Abrams, mit. Ob auch Abrams zweitjüngster Bruder Nahor diese Reise antritt, bleibt im Buch Genesis unklar.

In Harran wird Abram von Gott aufgefordert, in ein Land zu ziehen, das er ihm zeigen wird. Im Alter von fünfundsiebzig Jahren zieht Abram mit seiner Frau Sarai und seinem Neffen Lot nach Kanaan. Den Besitz und die Leute, die sie in Harran erworben hatten, nehmen sie mit.

Als über das Land eine Hungersnot kommt, zieht Abram mit seiner Sippe nach Ägypten. Dort gibt er seine Frau Sarai als seine Schwester aus und sie wird in das Haus des Pharaos geholt, ohne dass dieser weiß, dass sie Abrahams Ehefrau ist. Nachdem der Pharao dies erfährt, hält er Abram seine Lüge vor, gibt ihm seine Frau zurück und lässt ihn mit allem, was ihm gehört, fortgeleiten (Genesis 12, 10-20).

Abram und Lot besitzen viele Schafe und Rinder und zwischen ihren Hirten kommt es andauernd zu Streit. Schließlich trennt sich Abram von Lot. Während Lot in das Jordantal zieht (in die Nähe von Sodom und Gomorra), wohnt Abram weiter im Lande Kanaan in der Nähe von Hebron. Nach ihrer Trennung erhält Abram von Gott die Verheißung reicher Nachkommenschaft (Genesis 13, 14-18) und großen Landbesitzes in Kanaan.

Nachdem sein Neffe Lot in Folge einer kriegerischen Verwicklung Sodoms durch Kedor-Laomer von Elam gefangengenommen worden war, befreit ihn Abram aus dessen Hand. Auf dem Rückweg wird er durch Melchisedek von Salem gesegnet, und er entrichtet ihm den Zehnten (Genesis 14). Gott bekräftigt die dauerhafte Zusage von Nachkommen und Land durch einen feierlichen Bundesschlussritus (Genesis 15).

Sarai, Abrams Frau, gebiert ihm kein Kind. Sie fordert Abram gemäß dem auch anderwärts bezeugten Rechtsbrauch auf, ihre junge Sklavin Hagar zu nehmen, mit der er seinen ersten Sohn Ismael zeugt (Genesis 16), nachdem sie zehn Jahre in Kanaan wohnen. Als Hagar schwanger ist, kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Hagar und Sarai. Hagar flieht in die Wüste, dort erscheint ihr der Engel des Herrn und teilt ihr mit, dass sie wieder zu Sarai umkehren soll und aus ihrem Sohn eine sehr große Nachkommenschaft entstehen wird. Ihren Sohn soll sie Ismael nennen, der ein wilder, streitbarer Mensch sein wird. (Genesis 16, 9-12) Als Abram 86 Jahre alt ist, gebiert ihm Hagar den Ismael.

Als Abram 99 Jahre alt ist, bekräftigt Gott seinen Bund mit ihm und fordert von ihm und seinen Nachkommen fortan das Zeichen der Beschneidung. Gott sagt ihm, dass er ihn segnet und er ein Vater vieler Völker sein wird und gibt Abram und seiner Frau Sarai neue Namen: Abraham und Sara (Genesis 17). Gott verspricht, dass er Sara segnen will und sie ihm innerhalb eines Jahres einen Sohn zur Welt bringen wird. Des Weiteren verheißt er, dass aus ihr Völker und Könige hervorgehen sollen. Den Sohn seiner Frau Sara soll er Isaak nennen, denn mit Isaak will Gott seinen ewigen Bund aufrichten.

Gott spricht mit Abraham über die Sünden, die in Sodom und Gomorra geschehen. Abraham sieht dann, wie im Gebiet von Sodom und Gomorra der Rauch wie von einem Ofen aufsteigt, als die Gegend von Gott zerstört wird.

Tatsächlich wird Sara schwanger und gebiert ein Jahr später Isaak, als Abraham hundert Jahre alt ist.   Nach Auseinandersetzungen zwischen Sara und Hagar um die Rechtmäßigkeit ihrer Söhne Isaak und Ismael werden Hagar und Ismael verstoßen. In der Wüste Beerscheba werden sie von Gott vor dem Verdursten gerettet.

Die biblische Erzählung findet einen Höhepunkt in der Bindung Isaaks, nach der Gott Abraham befiehlt, seinen Sohn zu opfern. Damit wird der Glaube Abrahams auf die Probe gestellt. Tatsächlich sendet Gott jedoch im letzten Augenblick einen Widder, den Abraham an Stelle seines Sohnes opfert (Genesis 22, 1-19). Die Erzählung der "Bindung Isaaks" spielt auf einem Berg im Land Moria. Nach jüdischer Überlieferung handelt es sich hier um den Tempelberg in Jerusalem.
 
Abraham stirbt nach Genesis 25, 7-10 im Alter von 175 Jahren und wird in der Höhle Machpela bestattet, wo er zuvor bereits Sara begraben hatte.





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