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Christus Online Bibellexikon
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Montag,
21.
Mai
2012
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König David
war laut den 2 Büchern Samuel der Bibel König von Juda und (zeitweise) auch von Israel nach seinem Vorgänger Saul und lebte um 1000 vor Christus. Er gilt als Verfasser zahlreicher Psalmen.
Der junge David
David wurde als jüngster Sohn Isais in Betlehem geboren. Bereits als Knabe salbte ihn Samuel zum künftigen König. Bald kam er an den Hof Sauls. Saul, lässt ihn holen, um sich durch Davids Harfenspiel aufmuntern zu lassen, denn er wurde "durch einen vom Herrn gesandten bösen Geist geplagt".
Caravaggio: David und Goliath, 1600, im Museo del Prado in Madrid
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Unmittelbar daran ( 1. Samuel 17) schließt sich die bekannte Erzählung vom Sieg über den Riesen Goliath an: Der Hirtenjunge David, der eigentlich nur seinen im Heer dienenden Brüdern Brot und Käse bringen sollte, ertrug die lästerlichen Verhöhnungen des Vorkämpfers der Philister nicht und tötete ihn mit einer einfachen Steinschleuder. Daraufhin erkundigte sich Saul, wer denn dieser tapfere Junge sei, und ließ ihn an seinen Hof kommen. Am Hof zog David bald die Eifersucht Sauls auf sich, da er als größerer Held erschien als der König. Saul versuchte daraufhin, ihn zu töten. Der Versuch schlug jedoch fehl und David konnte fliehen, da ihn seine Frau Michal, eine Tochter Sauls, gewarnt hatte. Auch Sauls Sohn Jonathan, mit dem David eng befreundet war, half ihm bei seiner Flucht. |
Caravaggio: David und Goliath, 1600, im Museo del Prado in Madrid |
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Unmittelbar daran ( 1. Samuel 17) schließt sich die bekannte Erzählung vom Sieg über den Riesen Goliath an: Der Hirtenjunge David, der eigentlich nur seinen im Heer dienenden Brüdern Brot und Käse bringen sollte, ertrug die lästerlichen Verhöhnungen des Vorkämpfers der Philister nicht und tötete ihn mit einer einfachen Steinschleuder. Daraufhin erkundigte sich Saul, wer denn dieser tapfere Junge sei, und ließ ihn an seinen Hof kommen. Am Hof zog David bald die Eifersucht Sauls auf sich, da er als größerer Held erschien als der König. Saul versuchte daraufhin, ihn zu töten. Der Versuch schlug jedoch fehl und David konnte fliehen, da ihn seine Frau Michal, eine Tochter Sauls, gewarnt hatte. Auch Sauls Sohn Jonathan, mit dem David eng befreundet war, half ihm bei seiner Flucht.
David schlug sich als Bandenführer durch und wurde von Saul mit 3000 auserwählten Soldaten gejagt. In den Höhlen von En Gedi begab sich der König für seine Notdurft zufällig genau in die Höhle, in der sich David und seine Leute versteckt hielten. Doch statt ihn zu ermorden, wie es seine Bande forderte, schnitt David lediglich einen Zipfel des königlichen Gewandes ab.
Diesen präsentierte er Saul vor der Höhle als Zeichen seiner Loyalität. Tief gerührt prophezeite ihm der König, dass er dereinst König nach ihm werden würde, und ließ ihn schwören, seinem Geschlecht und Namen kein Leid anzutun. Daraufhin ließ er ihn ziehen.
In der Folge verdingte sich David als Lehnsmann bei den Philistern. Während seines Aufenthaltes ging er gegen Räuberbanden in der Wüste vor. Als die Philister gegen Israel rüsteten, verzichteten sie auf die Unterstützung durch David, da sie ihm nicht trauten.
David verschonte Saul zum zweiten Mal, als er sich in Sauls Lager schlich und zum Zeichen seiner Überlegenheit nur dessen Spieß und Wasserkrug entwendete.
David der König
Saul starb im Kampf gegen die Philister. Mit ihm fiel sein Sohn Jonathan, von dem David später sagte, seine Liebe habe ihm "mehr als Frauenliebe" bedeutet. Da es nun keinen Thronfolger mehr gab, wurde David in Hebron zum König über den Südstamm Juda gesalbt.
Durch politische Schachzüge und die Ausschaltung oder Bindung an sich überging David die Nachkommen Sauls: Er wurde auch zum König über Israel, das allerdings ein selbständiges Königreich blieb. Beide Reiche waren in Personalunion miteinander verbunden. David eroberte nun Jerusalem, das genau auf der Grenze zwischen beiden Teilreichen lag. Dadurch gehörte die Stadt zu keinem der zwölf Stammesgebiete, sondern gehörte als Krongut dem König allein.
Nach der Festigung seiner politischen Macht brachte David die Bundeslade nach Jerusalem, die bis dahin in der
[Mischkan] (Die Stiftshütte)
ist eine von mehreren Bezeichnungen für das transportable Heiligtum, welches nach dem biblischen Text das Volk Israel auf seinen Wanderungen nach dem Auszug aus Ägypten mitführte, bevor ein permanentes Zentralheiligtum errichtet wurde. Weitere biblische Bezeichnungen sind "Stiftszelt" (hebr. Ohel Moed) oder auch "Heiligtum" (hebr. Mikdasch).
Die deutsche Bezeichnung "Stiftshütte", aus der Lutherbibel bekannt, ist eine Entlehnung aus der lateinischen Bezeichnung tabernaculum, die von dem Wort taberna abgeleitet ist, das "Hütte" oder "Gasthaus" bedeutet. Sprachlich ist Mischkan mit Schechina verwandt, dem Inbegriff der Gegenwart Gottes.
Die Vorschrift zum Bau des Heiligtums wird auf Ex 25,8 zurückgeführt, wo es heißt: "Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich in ihrer Mitte wohne." Der Ausdruck "in ihrer Mitte" lässt nach der jüdischen Tradition darauf schließen, dass das Heiligtum nicht als "Wohnplatz" Gottes zu verstehen ist, sondern als ein Symbol für die Heiligkeit Gottes, dem das Volk nachzuleben hatte, wenn sein Geist in ihrer Gemeinschaft weilen sollte.
in Silo aufbewahrt worden war, um die dortige Priesterschaft zu schwächen und seine Stadt nun auch zum religiösen Zentrum des Reiches zu machen.
David führte eine Reihe von zumeist erfolgreichen Kriegen gegen Israels Nachbarvölker, die zumeist sein Neffe Joab für ihn führte, und schuf so ein Großreich, das im Norden Baalbek und Damaskus, im Osten Moab, im Süden das Gebiet bis zum Roten Meer und im Westen das Land bis zum Mittelmeer umfasst haben soll. Die Eroberung der Philistergebiete an der Küste zwischen Gaza und Jaffa gelang aber nicht.
Zur Zeit eines Feldzugs gegen die Ammoniter schwängerte David Batseba, die Frau von Urija, einem Hethiter, der einer seiner Offiziere war. Anschließend versuchte er, ihren Mann dazu zu bringen, mit seiner Frau zu schlafen, doch dieser lehnte ab - angeblich, weil es sich nicht gehörte, in Kriegszeiten in seinem Haus zu schlafen, doch womöglich durchschaute er auch die Absicht des Königs.
Daraufhin befahl David dem Joab in einem von Urija persönlich überbrachten Brief, diesen an die vorderste Front zu stellen, damit er falle. Diesmal ging Davids Plan auf und er heiratete die Witwe. Sie war nach Sauls Tochter Michal, Abigail aus Maon und Ahinoam aus Jesreel, Haggit, Egla, Abital und Maacha, der Tochter des Königs Tamaris von Geschur, Davids achte Frau.
Der Prophet Natan drohte ihm dafür Gottes Strafe an, und das Kind Batsebas starb. Trotz seiner Sünde blieb David in der Darstellung des Buch Samuel der Liebling Gottes, auch wenn ihm zur Strafe verwehrt blieb, den Tempel in Jerusalem zu bauen. Dies blieb dem zweiten Kind vorbehalten, das Batseba dem David gebar, nämlich Salomo.
Ein anderer Sohn Davids, Absalom, versuchte seinen Vater zu stürzen, was ihm auch beinahe gelang. Der alte David bestimmte kurz vor seinem Tod auf Rat Batsebas und Natans anstelle des ehrgeizigen Adonia Salomo zu seinem Nachfolger und ließ ihn zum König salben.
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