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Christus Online Bibellexikon
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Montag,  21. Mai 2012

 



Jakob und Esau

Jakob

ist zusammen mit Abrahama (seinem Großvater) und Isaak (seinem Vater) einer der Erzväter der Israeliten im Tanach, der hebräischen Bibel. Als solcher ist er eine zentrale Figur für das Judentum und das Christentum. Seine Geschichte wird im 1. Buch Mose erzählt. Seine Eltern waren Isaak und Rebekka, Esau war sein Zwillingsbruder.

Er wurde als zweiter Sohn seiner Eltern Isaak und Rebekka geboren, sein Zwillingsbruder Esau wurde kurz vor ihm geboren. Jakob hat sich bei der Geburt an der Ferse Esaus festgehalten, deshalb ist der Name im Hebräischen auch Synonym für Fersenhalter. Über die Familienbeziehungen wird gesagt: "Isaak hatte Esau lieb und aß gern von seinem Wildbret; Rebekka aber hatte Jakob lieb." (Genesis 25, 28).

Als Esau eines Tages hungrig vom Feld kam, verkaufte er sein Erstgeburtsrecht an Jakob für ein Linsengericht. Später erschlich sich Jakob auf Initiative und mit Hilfe seiner Mutter auch den Erstgeburtssegen von seinem Vater Isaak, als dieser in hohem Alter erblindet war.

Aus Angst vor Esaus Zorn schickte Rebekka Jakob nach Harran zu ihren Verwandten. Auf dem Weg dahin erschien ihm im Traum die Himmelsleiter (Genesis 28, 12-17).

In Harran diente er Laban, dem Bruder seiner Mutter, jeweils sieben Jahre für dessen Töchter Lea und Rachel und heiratete sie beide. Weil Rachel zunächst keine eigenen Söhne gebar, hatte er mit den jeweiligen Hauptmägden seiner beiden Frauen Kinder gezeugt, die auch deren Halbschwestern waren.

  Nach weiteren sechs Jahren machte sich Jakob mit seiner Familie wieder auf den Rückweg nach Kanaan, wobei seine Frau Rachel ihrem Vater auch die Hausgötter stahl und unerkannt außer Landes trug.

In der Nacht, bevor sie auf Esau trafen, griff am Fluss Jabbok ein Mann Jakob an und rang mit ihm die ganze Nacht. Als die Morgendämmerung heraufzog, ließ Jakob ihn nur gegen einen Segen ziehen. Er erhielt von dem Mann, der sich als himmlisches Wesen herausstellte, den Namen Israel, "Gottesstreiter", denn er hätte mit Gott und Menschen gerungen und gesiegt.

Dies war das letzte Mal im Alten Testament, dass ein Mensch körperlichen Kontakt mit Gott hatte, nicht einmal Moses oder David erfuhren diese Ehre.

Jakob versöhnte sich wieder mit Esau.
Jakob hatte zwölf Söhne. Aus Jakobs Söhnen gingen die Zwölf Stämme Israels hervor.
"Die Söhne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborene Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Issachar und Sebulon. Die Söhne Rahels waren: Josef und Benjamin. Die Söhne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naftali. Die Söhne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Söhne Jakobs, die ihm geboren sind in Mesopotamien."   (Genesis 35, 23-26)

Mit diesen hatten dann Esaus Nachkommen wieder Streit um Landrechte. Daneben hatte er auch eine Tochter mit Namen Dina, um deren Jungfräulichkeit und die betroffene Stammesehre sich besonders Juda kümmerte. Jakob (= Israel) starb schließlich nach einem Aufenthalt von siebzehn Jahren in Ägypten, wohin sein Sohn Josef ihn und seine übrigen Söhne geholt hatte, nachdem in Kanaan eine Hungersnot ausgebrochen war. Vor seinem Tod hatte er Josef rufen lassen und ihm erklärt, dass er die beiden Söhne Josefs namens Efraim und Manasse als seine eigenen Söhne anerkenne.

Als Jakob Israel die beiden segnete, gab er Efraim, dem jüngeren, den Segen des Erstgeborenen und Manasse, dem älteren, den Segen des Zweitgeborenen; obwohl Josef dagegen protestierte und versuchte, seinen Vater zu einem Segen entsprechend der Reihenfolge der Geburten zu bewegen, beharrte dieser auf der von ihm gewählten Reihenfolge.

Unmittelbar vor seinem Tod rief Israel/Jakob seine zwölf leiblichen Söhne zusammen und beauftragte sie, ihn in der Höhle auf dem Grundstück des Hetiters Efron zu begraben, in der Höhle auf dem Grundstück von Machpela bei Mamre in Kanaan. Das Grundstück hatte Abraham von Efron als eigene Grabstätte gekauft, dort hatte man Abraham und seine Frau Sara begraben, Isaak und seine Frau Rebekka ebenfalls, und Jakob hatte seine Frau Lea dort bestattet, auf dem Grundstück, das samt der Höhle darauf von den Hetitern in den Besitz von Abrahams Familie übergegangen war.

Auf Bitten von Josef wurde der Leichnam seines Vaters einbalsamiert. Die Ärzte benötigten dafür vierzig Tage, so lange dauerte die Einbalsamierung. Die Ägypter beweinten ihn siebzig Tage lang.

Danach bat Josef den Pharao, den Leichnam seines Vaters nach Kanaan bringen zu dürfen, wie er diesem geschworen hatte. Und so zog Josef hinauf. Mit ihm zogen alle Hofleute des Pharao, die Ältesten seines Hofes und alle Ältesten Ägypten, das ganze Haus Josef, seine Brüder und das Haus seines Vaters.

Esau

ist eine alttestamentliche Gestalt der Bibel und gilt als der Stammvater der Edomiter und Amalekiter. Esau wird als erster Sohn seiner Eltern Isaak und Rebekka geboren, sein Zwillingsbruder Jakob kommt kurz nach ihm zur Welt.

Als sie herangewachsen sind, bringt ihn sein Bruder, im Tausch gegen ein Linsengericht, um das Erstgeburtsrecht. Zu einem ernsthaften Konflikt kommt es zwischen den zwei Brüdern aber erst, als Jakob den Älteren, angeregt und aktiv unterstützt durch seine Mutter Rebekka, auch um den Segen des Vaters bringt.

Durch Täuschung davon überzeugt, dass der älteste Sohn vor ihm kniet, spricht der altersblinde Vater über Jakob seinen feierlichen Segen aus. (Genesis 27, 1-40) Für den späteren Esau bleibt nur ein magerer Spruch übrig, mit den Worten:

Siehe, du wirst wohnen ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her. Von deinem Schwerte wirst du dich nähren, und deinem Bruder sollst du dienen. Aber es wird geschehen, dass du einmal sein Joch von deinem Halse reißen wirst.

Eine Versöhnungsszene zwischen Jakob und Esau in späteren Jahren wird in Genesis 33, 1-16 geschildert. Nach der Stammtafel in Genesis 36 nimmt Esau drei einheimische Frauen, zieht in das Gebirge Seir und wird Stammvater der Edomiter. Nach Genesis 26, 34 nahm Esau im Alter von vierzig Jahren Judit, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basemat, die Tochter Elons, des Hethiters, zu Frauen. Später nahm er noch Mahalat als Frau hinzu, die Schwester Nebajots, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams.





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