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Christus Online Bibellexikon
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Montag,  21. Mai 2012

 



Mose

ist die Zentralfigur in den fünf Büchern Moses. Nach biblischer Überlieferung führte Moses als von Gott Beauftragter das Volk der Israeliten auf einer vierzig Jahre währenden Wanderung aus der ägyptischen Sklaverei in das kanaanäische Land.

Die Erzählungen um Mose sind im Alten Testament eng mit den Traditionen des Auszuges aus Ägypten, der Gesetzgebung während der Wüstenwanderung und dem Aufenthalt der Israeliten in Kadesch-Barnea verbunden. Sie sind über weite Teile der Bücher 2. bis 5. Buch Mose verstreut.

Geburt, Aussetzung und Errettung

Der Erzählung in Exodus 2, 1-10 zufolge sei Mose nach seiner Geburt am Ufer des Nils ausgesetzt worden: Die Tochter des Pharao habe ihn gefunden und eine hebräische Frau - die leibliche Mutter des Kindes - als Amme bestellen lassen. Nach der Stillzeit habe die Tochter des Pharao das Kind als Sohn genommen und ihm den Namen Mose gegeben.

Flucht nach Midian und Sendung

In Exodus 2, 11-22 wird von der Flucht Mose nach Midian erzählt, die Mose ergriffen habe, nachdem er einen ägyptischen Aufseher getötet habe, weil dieser einen "Hebräer" schlug. Dort habe ihm "der Priester von Midian", dessen Name Reguel nach Exodus 2, 18 lautete, seine Tochter Zippora zur Frau gegeben.

Angeleitet von der Episode des brennenden Dornenbusches im Berg Horeb, dem "Berg Gottes", wird im 2. Buch Mose von der Offenbarung JHWHs an Mose und von dem ihm auferlegten Auftrag, nach Ägypten zurückzukehren und das Volk Israel von der Knechtschaft zu befreien, berichtet: JHWH habe sich im Horeb als "der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs" zu erkennen gegeben (Exodus 3,6) und Mose damit beauftragt, "die Ältesten Israels" zu versammeln, um die Befreiung aus Ägypten und den Auszug in das "Land der Kanaaniter" zu verkündigen

Mose trat damit als Verkünder des Namens vom Gott JHWH auf. In der Vergangenheit hatte JHWH nie seinen Namen genannt. Dem Pharao soll Mose die Aufforderung stellen, die "Hebräer" drei Tage lang in der Wüste dem eigenen Gott opfern zu lassen.

Auszug aus Ägypten und Wüstenwanderung

Die Aufforderung Mose, die Israeliten in die Wüste ziehen zu lassen, damit sie "ein Fest feiern können", habe der Pharao abgelehnt, bis die letzte der wegen dieser Ablehnung über Ägypten gesandten Plagen - der Tod aller ägyptischen Erstgeborenen - gekommen sei. Der Grund bzw. das Motiv der Ablehnungen ist aber nicht beim Pharao selbst zu suchen. In Exodus 7, 3-6 erklärt JHWH, dass er den Pharao selbst zur Ablehnung bewegen wird, damit Ägypten durch die nachfolgenden Plagen sieht, dass er Herr ist.

Darauf folgt ein Bericht über die Einsetzung des Passafest so wie anderer Gesetze. JHWH begleitet sein Volk, er zog Tagsüber in einer Wolkensäule vor ihnen her, um ihnen den Weg zu zeigen, und nachts war er in einer Feuersäule bei ihnen. (Exodus 13, 17-22)

Es folgen die Erzählungen des Meerwunders am Schilfmeer in Exodus 14, die die Wüstenwanderung einleiten; die Einsetzung durch Mose von "Richter" über die Stämme Israels die vorwiegend aus der Priesterschrift stammenden Ausführungen um den Bundesschluss am Berg Sinai mit den Zehn Geboten und der sonstige Auflistung der Gesetze.

Eigene Sammlung - Mose zerstört die Zehn Gebote   Das Motiv des Rückfalls in den Götzendienst, der Unzufriedenheit der Israeliten und der Revolte gegen die Autorität Mose taucht in mehreren Episoden innerhalb der Erzählungen von Auszug aus Ägypten, Wüstenwanderung und Aufenthalt in Kadesch-Barnea auf. So in den Episoden des Meerwunders, der Wasserwunder, der Wachteln und des Manna, in denen Notlage und Unzufriedenheit durch wundersame Ereignisse und Handlungen überwunden werden.

Die berühmteste dieser Episoden ist die Geschichte des goldenen Kalbs: Auf Aarons Anweisung haben die Israeliten allerhand Schmuck und Gold geschmolzen und sich ein goldenes Kalb als göttliches Bild erschaffen. Als Strafe für diese Tat habe Mose befohlen, diejenigen, die zu JHWH untreu gewesen waren, zu töten: Dieser Befehl sei von den Leviten vollzogen worden, die dabei um die 3000 Mann erschlagen haben sollen (Exodus 32).
Von einer weiteren Rebellion gegen Mose wird in (Numeri 16) berichtet. Demnach hätten sich 250 Leviten unter der Führung Korachs, Datans und Abirams gegen Mose aufgelehnt und seien dafür mit dem Tod bestraft worden. Auch Moses Schwester Mirjam habe ihre Anzweifelung der Autorität Mose durch göttliche Bestrafung mit Aussatz büßen müssen, bevor sie reuig wieder davon genesen sei (Numeri 12).

Der Tod des Mose

Nach Deuteronomium 34 sei Mose mit 120 Jahren auf dem Berg Nebo in Ostjordanland gestorben, nachdem er von diesem Berg aus das Land jenseits des Jordans erblickt hatte: In dieses Land habe er wie alle anderen Israeliten seiner Generation nicht eintreten dürfen. Mose sei "gegenüber Bet-Pegor" an einem unbekannten Ort beigesetzt worden.





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